Höxter. Bereits zum zweiten Mal fand an der Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule ein Projekttag in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt. Der nahegelegene Friedhof am Wall mit seinen über 100 Kriegsgräbern bot dabei erneut den Rahmen, um sich direkt vor der eigenen Schultür mit den Folgen der beiden Weltkriege zu beschäftigen. Ziel des Projekttages war es nicht nur, den Volksbund und seine Arbeit kennenzulernen, sondern sich an einem authentischen historischen Ort mit Aspekten der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen. Durch die Arbeit mit verschiedenen Biografien werden historische Ereignisse für die Schüler und Schülerinnen greifbar. Eine Schülerin der Klasse 10b berichtet im Folgenden von ihren Eindrücken des Tages.
"Am Freitag, den 7.11.2025 hatte die Klasse 10b einen Projekttag Geschichte. Unsere Geschichtslehrerin Frau Fechler hatte die Referentin Lena Wiele vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. eingeladen, die den Tag geleitet hat. Am Anfang des Tages haben wir verschiedene Zuordnungsaufgaben zum Thema Kriegsgräber bearbeitet und waren dafür in der Klasse in Bewegung, um uns gegenseitig Bilder zu beschreiben und während der Bearbeitung unsere Gruppenzuordnung zu finden. Natürlich mussten wir unsere Ergebnisse der Klasse dann erklären. Am Ende der 2. Stunde hat Lena Wiele ihre Arbeit beim Volksbund vorgestellt und erzählt, was generell der Volksbund so macht. Nach der Pause sind wir zum Friedhof Am Wall gegangen, um dort Aufgaben mit der App Actionbound zu bearbeiten. Durch die Aufgaben in der App haben wir viel über Soldaten aus dem 1. und dem 2. Weltkrieg und den polnischen Zwangsarbeitern erfahren, die nach Höxter verschleppt wurden. Auch Kinder waren von einigen Zwangsarbeiterinnen dabei, die dann in Höxter gestorben sind. Das jüngste Kind war erst 4 Monate alt. Zurück in der Schule wurden die Aufgaben vom Friedhof besprochen und dann haben wir uns noch genauer verschiedene Zwangsarbeiter und Soldaten des 2. Weltkrieges angesehen, die während des 2. Weltkrieges in Höxter gelebt haben oder hierhin verschleppt wurden. Wir stellten uns danach unsere Ergebnisse gegenseitig vor. Dadurch konnte man gut sehen, wie verschieden die Lebensgeschichten der Personen waren.
Zum Abschluss wurden noch die Schüler und Schülerinnen genannt, die bei den Actionbound Aufgaben besonders gut abschnitten. Sie bekamen auch eine Kleinigkeit überreicht. Anschließend konnten wir noch Feedback zum Studientag geben. Ein intensiver Studientag war dann für uns beendet und wir starteten ins Wochenende."
(Text: Lena Wiele, Lena P.)